Die Ästhetik der Leere

Kenya Hara gehört zu den einflussreichsten japanischen Designern. Er leitet das renommierte Nippon Design Center, hat die Zeremonien der Olympischen Spiele 1998 in Nagano entworfen und ist Art Director von Muji­ru­shi Ryōhin (dt. «mar­ken­lo­se Qua­li­täts­wa­re»), das bes­ser bekannt als Muji ist. Die international präsente Ladenkette hat sich einen Namen für ihre schlicht designten All­tags­pro­duk­te gemacht, die weder Namen noch Mar­ke tra­gen. Die anregende Ästhetik der Leere – das historisch gewachsene japanische Konzept der Schlichtheit – steht im Zentrum der Philosophie des japanischen Designers. Seine bei Sato erhältlichen Bücher «Designing Japan» und «White» sind Standwerke, die Kenya Hara im Oktober 2019 zusammen mit dem renommierten Verleger und Lars Müller im Innenhof von Sato einem gebannt lauschenden Publikum vorstellte. Es war ein Abend, der inspirierte und die Besucher zu einer Neubewertung der eigenen Vorstellung von Schönheit anregte. 

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