Shoji: Japans Raumteiler als Kunstwerk
In der japanischen Architektur übernehmen Shoji eine wichtige Funktion: Sie trennen Räume, ohne sie vollständig zu verschliessen. Eine Schiebetür aus Holzrahmen, mit Washi-Papier bespannt, filtert Licht, Blicke und Kälte, blockiert sie aber nie vollständig. Diffuses Tageslicht, das einen Raum wärmt, ohne ihn zu blenden: Das ist das Prinzip des Shoji, das in der Edo-Zeit (1603–1868) zu einem erschwinglichen Bestandteil japanischer Häuser wurde.
Was eine spezialisierte Manufaktur aus Japan daraus macht, ist von anderer Machart. Das gleichförmige Kumiko-Raster der traditionellen Shoji-Schiebetüren wird hier zum Gestaltungsmittel: Verschobene Rechtecke erinnern an Kompositionen abstrakter Malereien. Ein klassisches Raster wird durch ein feinmaschiges, geradliniges Muster bereichert.
Sonne und Mond
Wie eindrucksvoll diese Muster wirken, zeigt sich in unserer Ausstellung: «Sonne» und «Mond» etwa machen das Licht selbst zum Motiv – von hinten beleuchtet, strahlen sie wie Himmelskörper in der Dämmerung. Je nachdem, ob es Morgen oder Abend ist, ob Tageslicht oder gezielte Hinterbeleuchtung vorherrscht, verändert sich die Wirkung. Diese Shoji können als Raumteiler verwendet werden, sind aber auch leuchtende Wandbilder, die man nie zu Ende betrachtet hat.
Made in Japan
Hinter dieser Arbeit steht eine japanische Manufaktur aus einer Region, die für ihren Waldreichtum bekannt ist. Da kein Baum dem anderen gleicht, wählen die Handwerker jedes Stück einzeln und verarbeiten es so, dass seine spezifischen Qualitäten zur Geltung kommen. Für Sato war es deshalb naheliegend, diese Manufaktur ins Sortiment aufzunehmen, deren Shoji aus japanischem Holz dem Tageslicht ein filigranes Schattenspiel entlocken. Ausgezeichnet mit dem Good Design Award.
Jedes Shoji wird nach Mass gefertigt, die Auswahl der Muster ist gross. Aus diesem Grund beraten wir Sie gerne bei uns im Laden von Sato.
